IServ-LinkIServ-Link

Suchen

Im Rahmen des Projekts  „Würdenträger“ haben sich Religions- und Werte und Normen-kurse der 10. Klassen mit dem Thema „Die Würde des Menschen“ befasst.

Sie besuchten  u. a. ein Seniorenheim und das Andreaswerk. Einige Gruppen haben sich einen Vortrag angehört, einen Film angesehen oder eine Befragung durchgeführt und aus-gewertet, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Zwei Gruppen beschäftigten sich z. B. mit den Themen „Organspende“ und „Sterbehilfe“,  ein weiterer Kurs setzte sich mit der Situation auseinander, wie es ist, wenn man ein Leben mit einem Kind mit Behinderungen führt. „In Würde alt werden“ war das Thema einer Religionsgruppe, die das Haus Teresa besucht  und einige Stunden ältere Menschen in ihrem Alltag begleitet hat.

 

Auch das Andreaswerk in Vechta und in Lohne hat sich bereit erklärt, unseren Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projekts einen Einblick in seine Arbeit zu geben. Nach einer Führung durch das Haus, die Werkstätten und besonderer Neigungsgruppen,  verbrachten die Jugendlichen meist zu zweit ein paar Stunden in verschiedenen Gruppen. Sie übernahmen kleinere Aufgaben, arbeiteten Seite an Seite mit Menschen mit Behinde-rungen oder begleiteten sie, kamen ins Gespräch, lernten den Tagesablauf am Vormittag kennen, stellten Fragen oder beobachteten bestimmte Arbeitsabläufe.                                                                             Einige Schülerinnen und Schüler brauchten zunächst eine kurze Zeit der Eingewöhnung, mussten Vorbehalte und Ängste abbauen. Doch dann waren sie überrascht, welche Mög-lichkeiten es gibt, auch Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, wie schwierig und „knibbelig“ manche Arbeitsgänge waren und doch bewältigt wurden. Sie stellten fest, dass die Beschäftigten im Andreaswerk  zum Teil recht eigenständig arbeiten und dass es viele verschiedene Arten von Behinderungen gibt, auf die individuell eingegangen wird.

 

Die Schülerinnen und Schüler sammelten viele Eindrücke und haben dadurch auch einiges über sich selbst gelernt. Sie  fühlten sich von den Mitarbeitern und Beschäftigen schnell gut angenommen und haben viel Freundlichkeit und Offenheit erfahren. Trotz ihrer Einschrän-kungen erlebten sie die Menschen in den verschiedenen Gruppen überwiegend als fröhliche Menschen, die Freude an ihrer Arbeit haben und sich auch gerne mitteilen. Und sie haben gelernt, dass man sich auch ohne Sprechen miteinander austauschen kann.

 

Bei einem Gespräch im Anschluss zeigten sich die Jugendlichen beeindruckt, sie erzählten von netten Begegnungen, interessanten Gesprächen oder auch lustigen Begebenheiten. Sie konnten viele positive Eindrücke mitnehmen und Vorbehalte abbauen, auch offene Fragen konnten noch beantwortet werden. Sie stellten fest, dass alte Menschen mit Behin-derungen „auch nicht so viel anders sind als alte Menschen ohne Behinderung“ und dass behinderte Menschen manchmal „Sachen hinbekommen, die würden wir nicht so hinbe-kommen“, außerdem „ist doch ein Leben ohne Arbeit  langweilig“.

 

Nach diesem Vormittag war der Leitspruch des Projekts „Jeder Mensch ist ein Würdenträger, weil jeder Mensch Würde trägt“ wieder in den Vordergrund gerückt. Es wurden viele Begeg-nungen ermöglicht: mit alten Menschen, mit Menschen, die eine schwierige Lebenssitua-tion meistern müssen, mit behinderten Menschen oder mit Menschen, die unterschiedliche Meinungen zu dieser Thematik haben.

 

Den Schülerinnen und Schülern wurde wieder bewusst, wie verschieden Menschen sind, dass jeder andere Fähigkeiten oder auch Defizite haben kann, dass aber jeder die gleichen Rechte im Leben hat und Würde trägt, egal ob und wie viel er leisten kann. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Das ist das erste Grundrecht eines jeden Menschen und ist im Grundgesetz verankert.

 

 

Zum Seitenanfang

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.